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chemische Biologie

Studiengang chemische Biologie

 

Was Wikipedia dazu sagt:

Bei der Chemischen Biologie handelt es sich um einen Grenzbereich zwischen Chemie und Biologie, in dem mit Hilfe der synthetischen Chemie hergestellte Stoffe benutzt werden, um biologische Systeme zu studieren und zu manipulieren. Ziel kann die Grundlagenforschung sein, indem das generelle Verhalten z.B. von Zellen in Antwort auf bestimmte Stimuli untersucht wird. Interessant ist die chemische Biologie aber insbesondere auch in Bezug auf die Suche nach neuen Wirkstoffen und damit potentieller Arzneimittel.


Aber was heißt das im Klartext?

Wenn es darum geht, was man später einmal studieren soll bestimmt man direkt, welchen Weg man im Leben einschlägt und womit man sich sein Leben lang beschäftigen wird. Daher sollte diese Entscheidung gut überlegt und nicht über Nacht und aus dem Bauch heraus getroffen werden.

Viele, die den hohen NC in der Biologie nicht schaffen, denen reine Chemie einfach nicht genug ist, vielleicht gar manche, die eigentlich Pharmazie studieren wollten, entscheiden sich für Studiengänge wie „chemische Biologie“ in Dortmund oder „biomedizinische Chemie“ in Mainz.

Damit liegt man dann auch meist gar nicht so falsch. Im folgenden versuche ich einmal auf Studentensicht zu beschreiben, worum es sich bei der chemischen Biologie denn nun genau handelt.


Die chemische Biologie


In der Forschung etabliert sich ein rasch wachsendes Grenzgebiet zwischen Biologie und Chemie, die Chemische Biologie. Dabei geht es um chemische Vorgänge in biologischen Systemen. Der Studiengang Chemische Biologie unterscheidet sich von Biochemie-Studiengängen darin, dass er stärker chemisch ausgerichtet ist und gezielt Themen aus dem Grenzgebiet zwischen Chemie und Biologie hervorhebt, wie z. B die chemische Synthese von biologisch wirksamen Substanzen, die Entwicklung von Biosensoren oder gezielte chemische Modifikationen von Biomolekülen. Spezialgebiete aus der klassischen Biologie, wie z. B. Botanik, Zoologie oder Ökologie, sind für die Chemische Biologie nicht relevant und werden daher nicht behandelt. Der Studiengang Chemische Biologie wird unter Beteiligung des benachbarten renommierten Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie in Dortmund durchgeführt und ist der erste und derzeit einzige seines Typs in Deutschland.

Auch in Mathematik und Physik werden am Anfang die grundlegenden Kenntnisse vermittelt, die ein Naturwissenschaftler einfach haben muss - Aber davon wollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Wer interessiert und fleißig ist, kann alles schaffen, was verlangt wird.

Auf jeden Fall sollte einem jedoch klar sein, dass der Studiengang sich im Grundstudium (Bachelorstudium) weitestgehend mit dem Stundenplan eines Chemiestudenten deckt. Wer also nur chemische Biologie studieren will, weil er an den Bio- NC nicht herankommt, wird sicherlich schnell enttäuscht sein.


Und nach dem Studium?

Da ja ein jeder studiert, um später an einen interessanten Job heranzukommen, ist es natürlich fast am wichtigsten, zu wissen, was man mit seinem fertigen Abschluss denn später mal machen kann.

Die Ausrichtung des Studiums zielt auf die Forschung und Entwicklung im Bereich der molekularen Biotechnologie mit Themen wie neue Arzneimittel-Wirkstoffe und Agrarprodukte sowie biomedizinische Analytik und Diagnostik. Chemische Biologinnen und Biologen können auch in der Lebensmittel- und der Kosmetik-Industrie sowie bei der medizinischen Geräteentwicklung mitarbeiten. Ein weiteres, sehr wesentliches Berufsfeld liegt außerdem in der biologisch-medizinischen Grundlagenforschung. In diesem hochaktuellen Gebiet kommt die profunde Ausbildung in Chemie den Chemischen Biologinnen und Biologen sehr zugute.

Die breite, Grundlagen orientierte Ausbildung im B.Sc.- Studiengang Chemische Biologie bietet eine solide Basis, die beispielsweise durch ein Anschlussstudium oder eine ähnliche Weiterqualifikation, z.B. im juristisch oder ökonomischen Bereich, erweitert werden kann. Dadurch eröffnen sich neben dem allgemein als Wachstumsmarkt prognostizierten Bereich der Biotechnologie und Pharmaindustrie auch weitere sehr gute Berufschancen.


Allgemeines zum Studium

Im Bachelor-Studium der Chemischen Biologie werden vornehmlich theoretische Kenntnisse und praktische Fähigkeiten in Chemie, Biochemie, Mikrobiologie, Molekularbiologie und Zellbiologie sowie in der Mathematik und in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Nachbardisziplinen vermittelt. Im Master-Studium können die Studierenden aus verschiedenen Veranstaltungen im Bereich der Biologisch-Chemischen Mikrostrukturtechnik, der Molekularen Zellbiologie, der Chemischen Biologie und der Chemie sowie aus verschiedenen sonstigen naturwissenschaftlichen und nichtnaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen nach gewissen Rahmenvorgaben wählen.

Das Studium setzt sich zusammen aus grundlegenden Lehrveranstaltungen der B.Sc./M.Sc-Chemie Studiengänge sowie charakteristischen Lehrveranstaltungen im Bereich der molekularen Biowissenschaften. Im Bachelor-Studiengang machen Letztere etwa 50%, im Master-Studiengang jedoch mehr als 90% des Gesamtumfangs aus.

Das Curriculum des Bachelor-Studienganges umfasst eine breite und fundierte Grundausbildung in Chemie, die sich in den ersten drei Semestern weitgehend mit der des B.Sc Chemie deckt. Die praktischen Anteile des B.Sc Chemie sind jedoch zugunsten von Lehrveranstaltungen aus den molekularen Biowissenschaften um etwa 50% reduziert worden. Neben der Einführung in die biologischen Grundlagen finden bereits in den ersten drei Semestern Lehrveranstaltungen, Vorlesungen und Praktika in den Fächern Mikrobiologie und Biochemie statt. Ab dem vierten Semester wird der Schwerpunkt durch weitere Vorlesungen und Praktika in Biochemie, Mikrobiologie, Zellbiologie, Molekularbiologie und molekulare Genetik zunehmend auf die Biowissenschaften verlagert, wobei durch spezielle Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Bioorganik, Bioanorganik, Biophysik, molekulare Biotechnologie, Bioinformatik insbesondere auch die Querschnittsdisziplinen vertieft werden.

Das Curriculum des Master-Studienganges umfasst zwei Schwerpunkte, die einerseits die molekularen Aspekte der Biowissenschaften (Schwerpunkt 1: "Chemische Biologie") und andererseits die Anwendung mikro- und nanostrukturierter Systeme in Biotechnologie und Bioanalytik (Schwerpunkt 2: "Biologisch-Chemische Mikrostrukturtechnik") vertieft werden. Beide Schwerpunkte werden in Form von Seminaren erarbeitet, in denen von den Studierenden beispielsweise Präsentationen aktueller Forschungsthemen ausgearbeitet werden. Darüber hinaus können aus einer Reihe von Vorlesungen und Praktika (z.B. Bioorganische und Bioanorganische Chemie, Kombinatorik in Chemie u. Biologie, Nucleinsäure-Chemie, Biologische Membranen, Medizinische Chemie, Bioanalytik, Rekombinante DNA u. Protein-Expression, DNA- und Protein-Biochips, Bioinformatik, Molecular Modeling etc.) individuelle Interessenschwerpunkte gebildet werden. Im dritten und vierten Semester erfolgt die Einarbeitung in das Themengebiet sowie die praktische Durchführung der Masterthesis.

Studierende der Chemischen Biologie sind nach Abschluss des Studiums gut vorbereitet, sich den beruflichen Herausforderungen zu stellen und an der Gestaltung unseres Lebensraumes und unserer Umwelt sowie an einem nachhaltigen zukunftsverträglichen Fortschritt mitzuwirken.